Win-Win durch Datenschutz

Die Themen Datensicherheit und Datenschutz hängen eng zusammen: denn was Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse schützt, schützt auch personenbezogene Daten.

Mantra-artig wird immer wieder die Datensicherheit beschworen – zu recht. Dass wertvolle Daten nicht durch technische Defekte oder menschliche Fehler verloren gehen oder von Fremden unberechtigt kopiert oder ausgeschnüffelt werden, ist ohne Zweifel wichtig. Doch vielleicht noch wichtiger ist der Datenschutz, also die sichere Handhabung personenbezogener Daten wie Namen und Adressen. Personenbezogene Daten, darum dreht sich das Bundesdatenschutzgesetz. Unternehmen sind verpflichtet die personenbezogenen Daten von Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten zu schützen und nur zweckgebunden zu verwenden. Ein Mitarbeiter eines Unternehmens, der eine E-Mail an einen Verteiler schreibt und die Adressen dabei für alle sichtbar macht, begeht unter Umständen schon einen Datenschutzverstoß, der abmahnfähig ist. Alles verboten?

 „Das Bundesdatenschutzgesetz verbietet alles, es sein denn, es ist erlaubt.“ Auf die- se plakative Formel bringt Jan Wandrey den bekanntlich strengen deutschen Datenschutz. Der Unternehmer aus Berlin berät Unternehmen, wie sie Adressdaten von Personen, Telefonnummern oder E- Mail-Adressen genauso schützen können wie andere Daten, die für ein Unternehmen wertvoll sind. Er setzt dabei auf einen Dreiklang von Maßnahmen: technische, organisatorische und qualifzierende, also die Sensibilisierung der Mitarbeiter. „Die meisten Daten fließen wegen Fehlern von Mitarbeitern ab,“ sagt Wandrey. Eine gute Schulung ist also unverzichtbar, um nicht den technischen Schutz auszuhebeln. Schließlich sind es die Mitarbeiter, die die Technik benutzen. Wie mit Technik und Daten umzugehen ist, wird durch organisatorische Maßnahmen geregelt: Richtlinien, Betriebsvereinbarungen oder Arbeitsanweisungen.