Wissen wie es läuft

„If you can‘t measure it, you can‘t manage it“: Das ist das Prinzip von IT-Monitoring. Nur Fehler die bekannt sind, können behoben werden. Für Ein-Mann-Unternehmen und Großkonzerne ist die Analyse der eigenen IT gleichermaßen möglich und sinnvoll.

Ein Unternehmen, das Metallteile fräst, weiß: Der Fräskopf wird stumpf, er muss regelmäßig geschärft, irgendwann ausgetauscht werden. Der Fräser ist ein Verbrauchsmaterial. Und auch die komplette Maschine hält ohne Wartung nicht ewig. Das Unternehmen stellt sich dar- auf ein: Es überwacht Maschinen- und Werkzeugzustand, tauscht und wartet, bevor ein Problem auftaucht und die Maschine womöglich nicht mehr funktioniert und Stillstand produziert. In der Zukunft könnten dank RFID-Chips sogar einzelne winzig kleine, versteckte Bauteile ei- ner Maschine überwacht werden, sodass diese rechtzeitig ausgewechselt werden könnten. Was im produzierenden Gewerbe ganz normal ist, hat sich inzwischen auch im Dienstleistungs- sektor in der IT durchgesetzt: 

Überwachung aller Komponenten des gesamten IT-Systems. „Viele Unter- nehmen haben ihr Bewusstsein für ein Monitoring in den vergangenen Jahren geschärft“, sagt Björn Friedrich, Geschäftsführer des Systemhauses Fachin & Friedrich aus Brakel bei Paderborn. Denn wie im produzierenden Gewerbe gilt auch in der IT: Die meisten Einzelteile wie Server, Festplatten, Drucker, Switches, Kabel und Netzteile sind keine Geräte für die Ewigkeit. Sie unterliegen einer bestimmten Lebensdauer, müssen auf jeden Fall gewartet und in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden. „Den richtigen Zeit-punkt zu finden und zu verhindern, dass defekte Teile zum Ausfall der IT führen, dafür ist das IT-Monitoring zuständig“, sagt Friedrich. Ein Beispiel: Werden die Festplatten in einem Server nicht über- wacht, sind sie irgendwann voll. Das führt im schlechtesten Fall dazu, dass sich der Server nicht mehr starten lässt. Ein Mo- nitoring warnt rechtzeitig: Es wird mehr Speicherplatz benötigt.